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Alles Familie! - Vegan oder zuckerfrei bei Kindern - ist das gut?

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Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zu unserem ersten “Alles Familie”-Newsletter!
Wir möchten Euch auf der aufregenden Reise des Kinder-Großziehens begleiten. Zu dieser Reise gehören wunderschöne Momente, aber auch Herausforderungen. Egal ob Ihr Eltern, werdende Eltern, Großeltern, Ur-Großeltern oder einfach nur kinderliebende Menschen seid - das Team von “Alles Familie!” und ich möchten Euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Weil man gemeinsam immer stärker ist, setzen wir auf Eure Unterstützung: Wie habt Ihr bestimmte Situationen gelöst? Diese Tipps wollen wir hier im Newsletter veröffentlichen. Wer mitmacht, kann etwas gewinnen - diesmal ein Toniebox-Starterset. Wie Ihr teilnehmen könnt, erfahrt Ihr weiter unten im Newsletter.
Aber jetzt möchte ich mich erst einmal vorstellen: Mein Name ist Kristina Kolodzik und ich bin seit fünf Jahren Mutter einer ganz zauberhaften Tochter. Nachdem ich 20 Jahre in Rostock gewohnt habe, lebe ich nun mit meiner kleinen Familie in einem Häuschen in Lübeck. Mein Mann und ich sind berufstätig und meine Tochter wird im Sommer Vorschulkind.
Seitdem meine Tochter auf der Welt ist, beschäftigen mein Mann und ich uns vermehrt mit dem Thema Ernährung. Schon in den ersten Monaten ging es los mit dem verwirrenden Ernährungs-Dschungel. Wir wussten nicht, ob wir uns an die allseits üblichen Empfehlungen halten sollen, die Breikost nach einem halben Jahr einzuführen. Wir dachten, wir “müssen” das machen. Nachdem aber meine Tochter jeglichen Brei verweigert hat, habe ich begonnen, einfach auf die Zeichen meiner Tochter zu hören. Erst als sie irgendwann mit sieben Monaten mein Brötchen aus der Hand geklaut hat, haben wir mit breifreier Beikost begonnen, und zwar mit Fingerfood.
"Alles Familie"-Kolumnistin Kristina Kolodzik mit ihrer Tochter
"Alles Familie"-Kolumnistin Kristina Kolodzik mit ihrer Tochter
Heute stehen andere Herausforderungen an der Tagesordnung: Bei den meisten Eltern läuten beim Wort „Zucker“ die Alarmglocken. Wir Eltern stehen in der Verantwortung, unseren Kindern einen maßvollen Umgang mit Süßigkeiten für ihr Leben mit auf dem Weg zu geben.
In meinem Freundeskreis gibt es unterschiedliche Varianten: Die “Wochendose”, die von den Eltern gefüllt wird und die sich das Kind über eine Woche lang einteilen soll. Die Masche mit “Drei Teile darfst Du heute”. Es gibt auch den einen Süßigkeitentag in der Woche. Der geht dann aber auch von morgens bis abends! Ich gebe zu, die dritte Variante haben wir ausprobiert - und sind elendig gescheitert.
Auch die vegetarische Ernährung spielt bei uns eine große Rolle. Vor einem Jahr beschloss meine Tochter, keine Sachen von Tieren mehr zu essen. Wir haben es sie ausprobieren lassen und unseren Ernährungsplan zuhause angepasst. Heute isst meine Tochter mal Fleisch, mal keins - so wie sie es gerade mag.
Der Ernährungs-Dschungel ist schwer zu durchdringen. Deswegen haben wir Experten in Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Was tun wir unseren Kindern mit Zucker, Fast Food oder vegetarischer Ernährung an? Oder ist eigentlich alles halb so wild?
Viel Spaß beim Lesen!
Eure Kristina Kolodzik
Vegan oder zuckerfrei? Tipps von der Expertin

Dana Schmidt, Ernährungsberaterin an der Kinder- und Jugendklinik Rostock
Dana Schmidt, Ernährungsberaterin an der Kinder- und Jugendklinik Rostock
Von Antje Bernstein, “Alles Familie”-Team
Dana Schmidt ist Ernährungsberaterin an der Kinder- und Jugendklinik der Universitätsmedizin Rostock. Für “Alles Familie” beantwortet sie die wichtigsten Fragen rund ums Thema Kind und Essen.
Zucker gilt als schädlich. Darf mein Kind denn überhaupt nichts Süßes mehr essen?
In geringen Mengen ist Zucker nicht schädlich. Auf jeder Ernährungspyramide finden wir das Kästchen mit den Süßigkeiten. Nur es ist schwerer geworden, unsere Lebensmittel richtig einzuordnen. Cornflakes etwa sind meist schon so süß, dass diese zum Süßes-Kästchen zählen. Sollte am Tag einmal mehr genascht worden sein, kann man das gerne unter der Woche ausgleichen oder sich mehr bewegen, gern die ganze Familie gleich mit.
Zucker ist also nicht per se schädlich. Wir Deutschen nehmen einfach zu viel Zucker zu uns. Die Entstehung von Übergewicht und Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebserkrankungen korreliert mit übermäßigem Zuckerkonsum. Das heißt: Wer dauerhaft zu viel nascht und faul rumhängt, entwickelt möglicherweise eine der genannten Krankheiten. Diese jedoch alleine freiem Zucker oder Kohlenhydraten anzurechnen, ist schwierig – dafür spielen meist noch zu viele andere Faktoren eine Rolle, wie etwa Bewegung oder die Gesamtzusammensetzung der Ernährung.
Ist brauner Zucker gesünder als weißer? 
Nein. Roh- oder Vollrohrzucker bietet auch keinen nennenswerten gesundheitlichen Vorteil gegenüber raffiniertem Rohr- oder Rübenzucker. Lediglich hinsichtlich des Geschmacks gibt es Unterschiede: Vollrohrzucker beispielsweise hat einen Eigengeschmack – meist nach Karamell und Melasse – und ist daher aromatischer als normaler Haushaltszucker. Ebenfalls nicht zu verwechseln sind Rohrohrzucker und Brauner Zucker, die sich optisch sehr ähneln, jedoch nicht identisch sind. Brauner Zucker kann auf unterschiedliche Art und Weise gewonnen werden. Für die Produktion von Braunem Rübenzucker setzen die Hersteller dem nach der Raffinade gewonnenen weißen Zucker meist einfach dunkelbraunen Zuckersirup (zum Teil aus Rohrzucker) zu. Brauner Zucker ist also häufig nichts anderes als gefärbter weißer Zucker.
Vegane Ernährung fürs Kind – ist das gesund oder schädlich?
Das ist eine Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ganz klar, die vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche nicht anzuwenden. Das Risiko einer Unterversorgung an wichtigen Nährstoffen steigt, je mehr Lebensmittel ausgeschlossen werden. Nach Einschätzung von Fachgesellschaften in anderen Ländern gelten hingegen vegetarische inklusive vegane Kostformen auch für das Wachstumsalter als geeignet, wenn sie gut geplant sind, eine zuverlässige Quelle für Vitamin B12 enthalten und gegebenenfalls Supplemente verwendet werden. Bitte informieren Sie sich umfassend und gehen Sie zu qualifizierten Fachleuten, die Sie bei der Umsetzung unterstützen!
Ich wärme meinem Kind Essen in der Mikrowelle auf. Ist das schädlich?
Nein, nicht wenn das Gerät einwandfrei ist und das richtige Kochgeschirr verwendet wird. Mikrowellen erhitzen Lebensmittel auf Molekularebene. Die Strahlungsfrequenz der Mikrowelle wird auch im Mobilfunk und für WLAN verwendet. Ein intaktes Gerät ist nicht gesundheitsschädlich, da die Strahlenintensität sogar unter der erlaubten Grenze liegt.
Dennoch ist die Mikrowelle umstritten. Einige Studien zeigen, dass die Nährstoffbilanz durch die Mikrowelle bei bestimmten Gemüsesorten besser ist als durch die Zubereitung mit anderen Kochmethoden, andere Studien beweisen das Gegenteil. Fettlösliche Vitamine profitieren von konventionellen, längeren Kochmethoden, wasserlösliche Vitamine hingegen von einer kurzen und schonenden Zubereitung. Prinzipiell sind Lebensmittel aus der Mikrowelle jedoch nicht gesundheitsschädlich. Am schonendsten für die Vitaminbilanz ist übrigens das Dampfgaren.
Toni-Box-Starterset zu gewinnen

Toniebox-Starterset zu gewinnen - wer hat kluge Ratschläge?
Toniebox-Starterset zu gewinnen - wer hat kluge Ratschläge?
Wir brauchen eure Hilfe: Was ist eurer Tipp für kindgerechte Ernährung? Und was macht ihr, wenn die Kleinen nicht essen wollen? Die Ratschläge sollen im nächsten Newsletter “Alles Familie” veröffentlicht werden.
Unter allen Einsendungen verlosen wir ein Toniebox-Starterset. Eine Toniebox ist ein tragbarer Lautsprecher für Tonies-Hörfiguren, die Geschichten oder Musik enthalten oder frei bespielt werden können. Das System ist speziell für Kinder konzipiert und sehr leicht zu bedienen.
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Was tun, wenn das Essen nicht klappt?

Müsli-Zeit in der Kita "Kinder-Villa" in Wismar.
Müsli-Zeit in der Kita "Kinder-Villa" in Wismar.
Von Jana Franke, “Alles Familie”-Team
Mit bestimmten Gemüse- und Obstsorten kann auch ich meinen neunjährigen Sohn nicht hinterm Ofen hervorlocken. Die Sauce am Mittag müsste am liebsten rot sein und natürlich super zu Nudeln passen. Wenn sie schon hell ist, dann gern mit Senf versetzt. Ein Ei dazu, fertig ist der Lack. Aber das jedes Wochenende? Mein Großer ist mit seinen 14 Jahren deutlich entspannter – geworden, muss ich dazu sagen. Sogar Spinat darf es jetzt mal sein. Als Kleinkind hat er „die grüne Pampe“ gehasst.
Ich beschließe, Erzieherinnen zu fragen. Die müssten doch gut wissen, wie pädagogisch Mama und Papa damit umgehen sollten. Geduld ist tatsächlich das Geheimrezept, meint Anke Kniephoff, Leiterin der Kita „Kindervilla“ in Wismar. Sie winkt ab. „Ich kenne das von meinem Sohn. Er war ein ganz schlechter Esser“, erzählt sie lachend. Bei einigen Ärzten holte sie sich Rat. Ihr Kinderarzt des Vertrauens meinte schließlich: „Irgendwann gibt sich das.“ Und so war es auch. Heute ist ihr Sohn erwachsen, hat sich prächtig entwickelt – und isst (fast) alles.
Auch in ihrer Kita gibt es das eine oder andere Kind, dass mitunter Essen verschmäht. Asinat zum Beispiel mochte kein Müsli. „Wichtig ist, offene Fragen zu stellen“, erklärt Anke Kniephoff. „Möchtest Du Kartoffeln?“ oder „Möchtest du Fleisch?“ sei nicht zu empfehlen. Hier kann das Kind nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten. Besser sei „Möchtest du eine Kartoffel oder zwei?“ oder „Möchtest du ein großes oder ein kleines Stück Fleisch?“. Und so wurde die kleine Asinat eben auch nicht gefragt, ob, sondern wie viel Müsli sie möchte. „Ist auch nur eine kleine Menge des Essens geschafft, ist es wichtig zu loben“, meint Anke Kniephoff. Asinat hat das angespornt, und jetzt schafft die Vierjährige sogar zwei Schüsseln Müsli.
Das Kind zum Essen zu zwingen, sei eher kontraproduktiv und bringe gar nichts, meint Anke Kniephoff. „Dann bewirkt man genau das Gegenteil und das Essen wird für das Kind der Horror.“ Nichts gegen den Kinderfrust zu tun, sei aber auch nicht ratsam. „Als Eltern muss man darauf einwirken.“ Die Kinder testen zunächst zu Hause aus, wie weit sie gehen können. Kommen sie einmal damit durch und Mama gibt ihm das Dessert, obwohl der Kohlrabi nicht angerührt wurde, ist Mama die Verliererin. 
Den ganzen Artikel mit weiteren Erfahrungsberichten lesen Sie hier.
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